GESCHICHTE

Die Spuren des Weinbaus in Wilderswil reichen ins Jahre 1426 zurück.

 

Gemäss gesicherten Quellen besass der damalige Besitzer der Burg Unspunnen, Freiherr Heinzmann von Scharnachtal, oberhalb seiner Burg einen nach «Südost» exponierten Weinberg mit dem heutigen Flurnamen «Wyenegg. Heinzmann von Scharnachtal kultivierte wahrscheinlich die Rebsorten Elbling (vom lateinischen Albus) sowie Räuschling (welcher auch Thunerrebe genannt wird).

 

Die produzierten Weine dienten ihm vor allem als Nahrung denn als Genussmittel; waren sie doch sehr säurehaltig und wurden vielfach durch die Zugabe von Kräutern trinkbarer gemacht. Seinen minuziös geführten Haushaltsbüchern ist jedoch zu entnehmen, dass er mit seinem Wein in der damaligen Zeit erfolgreich Tauschhandel betreiben konnte.

 

Bestimmt wurde auch von den nachkommenden Generationen erfolgreich Weinbau betrieben. Gesicherte Informationen fehlen leider dazu. Auf der Erstausgabe der Siegfriedkarte von 1870 weist Wilderswil jedoch keinen Rebberg mehr auf.  


Die neue Zeitrechnung des Weinbaus in Wilderswil begann im Jahre 2003, als Gottfried Sigrist den heutigen Weinberg auf einer Fläche von 10 Aren begann anzulegen. 2016 konnte der Weinberg durch die Pflanzung von zusätzlichen Reben auf die heutige Fläche von 21 Aren erweitert werden. 


Per 1. Januar 2016 erfolgte ebenfalls die Aufnahme in die kantonale Rebbauzone und Wilderswil wurde zugleich als AOC-Gemeinde durch die Rebgesellschaft Thunersee anerkannt.